5 Übungen für eine starke Mitte

Du möchtest deine Mitte stark und stabil machen?

Hier findest du 5 Übungen und Wissenswertes rund um deine Core Muskulatur.
Schau auch unseren Workshop am 25. Januar dazu an. Infos hier.

Stabile Körpermitte – die Basis für Kraft, Leichtigkeit und Aufrichtung

Eine stabile Körpermitte ist weit mehr als ein „trainierter Bauch“. Sie ist das Zentrum unserer Kraft, unserer Aufrichtung und unserer inneren Stabilität. 
In der Körpermitte arbeiten mehrere Muskelgruppen eng zusammen: die tiefen Bauchmuskeln, die Rückenmuskulatur, das Zwerchfell und ganz wesentlich der Beckenboden. Erst wenn diese Muskeln koordiniert zusammenspielen, entsteht echte Stabilität – nicht durch Anspannung, sondern durch bewusste Aktivität und Loslassen im richtigen Moment.

Viele Yogaübungen zielen genau auf diese Verbindung ab. Schon einfache Haltungen wie der Vierfüßlerstand, der Unterarmstütz oder auch stehende Balancehaltungen fordern unsere Körpermitte heraus und laden dazu ein, sie bewusst zu aktivieren. Deshalb lohnt es sich, früh in der Praxis darauf zu achten, wie wir die Übungen aus der Mitte heraus aufbauen, statt nur äußerlich „stark“ zu wirken.

Die Rolle der Muskulatur und des Beckenbodens

Anatomisch betrachtet besteht die Körpermitte aus einem muskulären Zylinder. Die tiefste Bauchmuskelschicht, der Musculus transversus abdominis, wirkt wie ein natürlicher Bauchgurt. Er stabilisiert die Wirbelsäule und verbindet Ober- und Unterkörper. Der Beckenboden bildet den unteren Abschluss dieses Zylinders. Er trägt die Organe, reguliert den Druck im Bauchraum und ist entscheidend für Gleichgewicht, Atmung und eine gesunde Haltung.

Im Yoga wird der Beckenboden oft zu wenig beachtet oder nur sehr abstrakt angesprochen. Dabei ist er bei fast allen Asanas aktiv beteiligt – besonders bei Übungen, die Stabilität, Balance oder Kraft erfordern. In Haltungen wie der Brücke, dem Brett oder dem Krieger spielt er eine zentrale Rolle, um die Lendenwirbelsäule zu schützen und die Bewegung ökonomisch zu gestalten.

5 Übungen für eine stabile Körpermitte

Vierfüßlerstand mit Arm- und Beinhebung

Diese Übung schult die tiefe Bauchmuskulatur und die Verbindung zum Beckenboden. Aus dem Vierfüßlerstand wird diagonal ein Arm und das gegenüberliegende Bein gehoben. Die Herausforderung besteht darin, das Becken stabil zu halten und die Länge in der Wirbelsäule zu bewahren.


Unterarmstütz (Plank auf den Unterarmen)

Eine klassische Übung für die gesamte Rumpfmuskulatur. Wichtig ist hier, den Bauchnabel sanft nach innen zu ziehen und den Beckenboden aktiv wahrzunehmen, ohne die Atmung zu blockieren. Qualität geht vor Dauer.


Brücke (Setu Bandha Sarvangasana)

Die Brücke kräftigt Gesäß, Rücken und Beckenboden. Durch bewusstes Heben und Senken des Beckens kann die Verbindung zwischen Füßen, Beckenboden und Bauchmuskulatur gut erspürt werden.


Boot (Navasana) in sanfter Variante

Das Boot fordert die tiefe Bauchmuskulatur und die aufrechte Haltung. In einer reduzierten Version mit angewinkelten Beinen bleibt die Übung zugänglich und unterstützt ein stabiles, tragfähiges Zentrum.


Stehende Balancehaltung, zum Beispiel Baum (Vrksasana)

Balanceübungen zeigen sehr direkt, wie wichtig eine aktive Körpermitte ist. Der Beckenboden hilft dabei, die Aufrichtung zu halten und das Standbein zu entlasten.


Zusammenfassung und Ausblick

Eine stabile Körpermitte entsteht durch das bewusste Zusammenspiel von Bauchmuskulatur, Rücken, Atmung und Beckenboden. Yoga bietet viele Möglichkeiten, diese Verbindung achtsam zu erforschen und nachhaltig zu stärken.

Im Beckenboden Workshop am 25. Januar von 10-12.30h schauen wir uns genau diese Zusammenhänge praktisch und verständlich an und vertiefen die Übungen für eine stabile, tragfähige Mitte.
Hier gibt es mehr Infos dazu und du kannst dich anmelden.

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